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Kontrolle

DefinitionKontrolle

Die Norm 50001 fordert sicherzustellen, dass die Prozesse in einer Art und Weise erfolgen, die die Kontrolle und Reduzierung des Energieverbrauchs berücksichtigt.

Ein Energiekontrollsystem soll Wissen und Erfahrung über realisierte Anlagen generieren und Anlagenkonzepte weiterentwickeln, indem die Effizienz des Anlagenkonzepts und des Anlagenbetriebs regelmäßig ausgewertet werden. Zudem soll es dabei helfen, die Standorte systematisch herauszufiltern, die ein wirtschaftliches Energieeinsparpotenzial in sich bergen.

Bestandteile eines Energiekontrollsystems

Ein Energiekontroll- und informationssystem sollte grundsätzlich folgende Punkte beinhalten:

Abb. 1: Energiekontroll- und informationssystem

Kontrolle_02

Vertragsdaten

Ein Energiekontrollsystem sollte neben einer systematischen, einheitlichen und unternehmensweiten Erfassung des Energieverbrauchs auch Energieverträge und Angaben zu Leistungen der wichtigsten energierelevanten, versorgungstechnischen Anlagen beinhalten. Aktuelle Energieverträge eines Unternehmens und deren wesentliche Merkmale wie Vertragskonditionen und -laufzeit, Preise und Verrechnungsleistung, Mindestabnahmeverpflichtungen sowie Kündigungsfristen sollten festgehalten werden.

Zum Beispiel entsprechen Verrechnungsleistungen und Mindestabnahmen in Gasverträgen oft nicht der tatsächlichen Abnahmestruktur. Dadurch ist die Analyse von vertraglich vereinbarten Mindestabnahmemengen mit der tatsächlichen Abnahme oft gewinnbringend.

Energieverbrauch

Unternehmen kennen meist ihre Energiekosten und den Gesamtenergieverbrauch für Strom und Wärme. Jedoch fehlt ihnen häufig die Kenntnis darüber, wie sich der Energieverbrauch in einem Standort zusammensetzt. Diese Kenntnis ist aber Voraussetzung für die Bewertung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.

Neben der Erfassung der Hauptzähler sollte der Energieverbrauch aller relevanten Großverbraucher erfasst werden. Durch die Auswertung von Lastprofilen können schnell Einsparpotenziale ausfindig gemacht werden.

Technische Anlagendaten

Durch eine standardisierte Erfassung der wichtigsten anlagentechnischen Daten kann der Energieverbrauch den technischen Anlagen zugeordnet und deren jeweilige Effizienz überschlägig bewertet werden.

Für die Auswertung der Daten und das Einspielen in das Energiekontrollsystem müssen Informationen über die technischen Anlagen an einem Standort wie z.B. Baujahr eingegeben werden.

Leittechnik

Ein weiteres großes Einsparpotenzial besteht in einer optimierten Betriebsführung der größten Energieverbraucher am Standort. Die Erweiterung einer Anlagenfernüberwachung zur standardisierten Erfassung und Analyse der betriebsrelevanten Daten ist lohnend, allerdings verursacht dies zunächst hohe Kosten.

Daher muss das Ziel sein, für Neubauten eine standardisierte Reglung zu entwickeln, die unter Berücksichtigung der energieeffizienten Steuerung aller technischen Anlagen im Bereich Heizung, Lüftung und Klima bzw. Kälte nur noch parametriert werden muss. Die einzelnen Gewerke können so miteinander kommunizieren und ihre unterschiedlichen Anforderungen abgleichen.

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