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Energetische Ausgangsbasis

DefinitionEnergetische Ausgangsbasis

Die DIN EN ISO 50001:2011 enthält konkret die Forderung, wesentliche Energieaspekte zu identifizieren, um dann zielgerichtet Maßnahmen zur Optimierung abzuleiten. Ein Unternehmen wird aufgefordert, die in der erstmaligen energetischen Bewertung ermittelten Daten und weitere Fakten und Informationen zusammenzutragen und daraus eine energetische Ausgangsbasis zu definieren. Die verwendeten Informationen sollten sich dabei auf einen angemessenen Zeitraum beziehen.

Zukünftige Entwicklungen der energiebezogenen Leistung werden im Rahmen des Energiemanagementsystems mit diesem Referenzszenario verglichen.

Identifikation des wesentlichen Energieverbrauchs

Generelles Ziel der energetischen Bewertung ist es, die Bereiche des Unternehmens zu identifizieren, die den wesentlichen Energieverbrauch vorzuweisen haben.

Wenn ein aussagekräftiges Energiemanagementsystem aufgebaut und damit die Energieeffizienz gesteigert werden soll, ist es für das energetische Verständnis entscheidend zu erfahren, wo innerhalb des Unternehmens die Energie verbraucht wird. Sind die wesentlichen Energieaspekte erst identifiziert, lassen sich zielgerichtet Maßnahmen zur Optimierung ableiten, welche sich anschließend nach internen Kriterien priorisieren lassen.

Die energetische Ausgangsbasis sollte die Erfassung/Ermittlung folgender Punkte beinhalten:

  • Energieträger
  • Energieverbraucher
  • Energieflüsse im Unternehmen
  • vorhandene Organisationsstrukturen
  • Unternehmensprozesse
  • wirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • rechtliche Rahmenbedingungen
  • sonstige Einflussparameter
  • Schwachstellen

Die energetische Ausgangsbasis sollte das Ableiten folgender Punkte beinhalten:

  • Optimierungsmaßnahmen inklusive Prioritäten
  • Energiekennzahlen